Archive for the ‘Fussball’ Category

Wettskandal erschüttert Europa

November 23, 2009 - 12:00 am No Comments

fbfWie vor 5 Jahren durch Robert Hoyzer gibt es zurzeit wieder eine Wettaffäre im Fußball, diesmal allerdings mit viel größerem Ausmaß. Insgesamt sollen europaweit 200 Spiele, darunter 30 aus Deutschland, betroffen sein. Jedoch rückt die Staatsanwaltschaft noch nicht mit konkreten Namen heraus. Zur Stunde stehen die deutschen Fußballclubs SSV Ulm und der VfL Osnabrück im engeren Verdächtigenkreis. Osnabrück ist letztes Jahr aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Jedoch sind diese Annahmen im Moment sehr wage.
Die kriminellen Organisationen sind groß, verstreut über ganz Europa. Sie bieten Beteiligten hohe Summen an Bestechungsgeld, um das Spiel zu beeinflussen, um im Nachhinein noch größere Summen durch Wettgewinne einzuschlagen.
Die Staatsanwaltschaft hält sich noch bedeckt, damit die laufenden Ermittlungen nicht behindert werden.
DFB-Vorsitzenden Theo Zwanziger kündigte harte Strafen für Involvierte an.
Teil 2 wird folgen!

Dynamo Dresden II vs. Lok Leipzig

November 21, 2009 - 12:07 pm 2 Comments

fbfSeit einigen Wochen verzierte dieser Schriftzug meinen Kalender für Mittwoch den 18. November 2009. Am Buß- und Bettag, dem Feiertag, den nur wir Sachsen feiern, stieg wohl eines der brisantesten Fußballspiele dieses Jahres.
Von vornherein war klar: Fußball ist Nebensache!
Bei schönstem Herbstwetter fanden sich circa 4.500 Menschen im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion ein, darunter 1.000-1.200 aus Leipzig.
Der Dresdner Fantreff war in einer nahegelegen Sportbar, von der es gemeinsam zum Stadion ging. Begleitet von Bullen und La Bombas machten sich hunderte, schwarzgekleideten Dynamos auf den Weg. Hierbei kam es schon zu einigen Konfrontationen mit der Polizei, ein paar Einzelne wurden verhaftet.
Nach einigen lauten Minuten und Durchbrechungsversuchen der Dynamos kam man am Zielort an. Innen traf man schon einen gut gefüllten Gästeblock mit Lok-Fans.
Stimmungsmäßig überließen wir die größte Zeit den Lokis, in den zweimal viertel Stunden, in denen der Dynamofanblock aber loslegte, stellte man den Leipziger Anhang jedoch in den Schatten.
An dieser Stelle ist zu sagen, dass es vielleicht besser gewesen wäre, die Gäste über 90 Minuten zu belöffeln, aber 30 haben am Ende auch gereicht.
Nach dem ersten Tor von Dresden ging dann das ab, was sich jeder insgeheim gewünscht hatte. Einige Dynamos zündeten im unteren Teil des Blockes ein Bengalisches Feuer. Lok, gefrustet vom Gegentreffer konterte ebenfalls mit einer Pyro, welche sehr schön anzuschauen war, begleitet von Knallern und Leuchtraketen.
Auf Dresdner Seite entschied man sich, die noch übrig gebliebenen Feuerwerkskörper auf das Spielfeld zu werfen. Leider artete dies wieder einmal aus, und es landete ein gefährlicher tschechischer Böller nur ein paar Zentimeter (!) neben einem Spieler, wie es auch in den letzten Spielen vorgekommen ist. Glücklicher Weise kamen alle mit einem Schrecken davon.
Das Spiel musste für sieben Minuten unterbrochen werden.
Nach kurzer Zeit erzielte die Zweite Mannschaft von Dynamo Dresden noch ein Tor zum Endstand von 2:0.
Teil 2 folgte: Schätzungsweise 400 Dresdner Hooligans, mit Sturmhauben und Schals über dem Kopf, machten sich auf den Weg zum Dresdner Hauptbahnhof, um die Lokis anzugreifen.
Durch die Präsenz von 750 Bullen in Kampfkleidung, samt Helikopter und Wasserwerfen, konnte ein Aufeinandertreffen beider Fanlager jedoch (leider) verhindert werden.
Dresden war an diesem Mittwoch für einige Stunden lahmgelegt, alles in allem war es noch relativ ruhig, nicht zu vergleichen mit der Situation von vor 2 Jahren, wo beide Mannschaften ebenfalls aufeinander getroffen sind. Damals gab es 250 Festnahmen!

Wir sind der Verein

Oktober 17, 2009 - 4:39 pm No Comments

Im Folgenden möchte ich einmal meine Ansichten in einer mehr subjektiven Art berichten, als Fan von Dynamo Dresden.

Die ersten zwei Punktspiele im neuen Rudolf-Harbig Stadion sind vorüber, sportlich eine Katastrophe, mit einem Unentschieden und einer Niederlage, stimmungsmäßig jedoch ganz respektabel.
Vor drei Wochen stand das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig auf dem Terminkalender. Also ab in den Bus, eine Stunde unterwegs und schon steht man im schwarz-gelben Block.
Der aktuelle Zuschauerrekord lag in dieser Saison bei etwa 15.000 Zuschauern, aufgestellt von Braunschweig am ersten Spieltag. Der Verein Dynamo Dresden nutzte dies natürlich  aus um Werbung zu machen, damit die Einnahmen durch Ticketverkäufe erhöht werden. Am Ende wurde der Rekord auf 18.000 Zuschauer verbessert, keine wirkliche Überraschung.
Zum Spiel:  Unsere Mannschaft ging in Rückstand, der Torschütze legte sich vor unseren K-Block und feierte. Die ersten Bierbecher flogen ins Schutznetz, die Stimmung war angeheizt. Nach einem Treffer von Dynamo in der zweiten Halbzeit bebte das Stadion, die Braunschweiger waren jedoch intelligent genug und unterbrachen unseren Lauf durch ständige Schauspielereien. So blieb es am Ende beim 1:1.
Jedoch waren genau diese ständigen Spielunterbrechungen Auslöser für jede Menge Pfiffe und Beleidigungen auf den Rängen.
Aus unserem Block wurden außerdem zwei Knallkörper geworfen. Einen Zweck bringen solche Aktionen nicht mit sich, man wird bestraft und dem Rest ist es gleichgültig, da es am Endstand sowieso nichts ändert.
Alles in allem war es mal wieder zum Kotzen, drei Stunden in der heißen Sonne zustehen, zu schreien, hüpfen und zu singen und dann mit dem ernüchternden Ergebnis nach Hause zu fahren und für so einen Grotten-Kick 10€ zu zahlen. Was soll’s…
Als ich zu Hause ankam erfuhr ich, was im Gästeblock abging. Die Braunschweiger, welche mit 600 Fans nach Dresden gereist waren, und von denen man verbal eigentlich nichts vernahm, wurde in der Halbzeitpause massiv von unseren grün weißen Freunden und Helfern verdroschen, einem 16-jährigem Mädchen wurde der Arm gebrochen. Ob Freund oder Feind: Gebt der  Polizeiwillkür kein Chance!
Genau so sinnlos: Die Ordner der Dresdner Stadion Security wollten eine Fahne der Braunschweiger abhängen, weil sich diese nach ihrem Ermessen nicht  mit der Stadionordnung vertragen würde. Darauf war ein Kopf mit Sturmhaube abgebildet. Verherrlichung von Gewalt.
Da haben wir ja mächtig  Glück, dass sich die Security nicht in unsern Block traut, welcher viele Fahnen und Banner mit Schlagringen, Fäusten und Sturmhauben beherbergt, und sich durch 9000 Leute boxt um ein paar Fahnen einzusammeln. Regeln, die die Welt nicht braucht!

Gestern Abend stand das nächste Heimspiel an, Dynamo vs. Kickers Offenbach. Zwischenzeitlich verlor man in der letzten Woche bei den Bubis von Werder Bremen mit 2:0. Bei 3°C in der Nacht standen wir wieder im Block. Das gehört sich einfach so, egal wie miserabel die Mannschaft auch spielt, denn unsere Fangemeinschaft hat einen relativ großen Namen in Deutschland. Ab diesem Spieltag gab es eine Neuerung, ein anderer Trainer saß auf der Bank. Die mächtigen Männer des Vereins hatten entschieden, den sympathischen Holländer Ruud Kaiser rauszuschmeißen und dafür einen Neuen zu holen. Hat sich echt gelohnt, man verlor wie gewohnt mit 2:4.
Immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo Dynamo her!
Dennoch hat man das Saisonmaximum wieder um 3.000 Zuschauer  aufgestockt, 21.000 fanden gestern den Weg ins RHS (Rudolf-Harbig-Stadion), eine beachtliche Leistung.
An Board waren auch etwa 400 rot-weiße aus Offenbach, welche recht herzlich begrüßt wurden („Ihr habt bezahlt, ihr habt bezahlt, ihr habt bezahlt ihr kriegt auf’s Maul“).
Das „Dynamo-Feeling“ war wieder voll da, als uns ein Tor aberkannt wurde und dem Gegner ein Elfmeter geschenkt wurde (Ich hab mir das Spiel noch nicht im TV angesehen, es sah aber für uns alle aus wie unrechtmäßig). Einen fälligen Handelfmeter für uns gab es auch nicht und jede Menge Kleinigkeiten gaben ihr Weiteres. Gebrülle auf den Rängen.
Die Krönung kam mit dem 2:4 durch den Offenbacher Spieler Zinnow in der 90. Minute. Dieser hielt es für nötig, alle Fans zu provozieren, in dem er mit geballter Faust an der Haupttribüne vorbeirannte und hämisch grinste. Aber nicht mit uns. 50m Luftlinie von mir entfernt rannte er, sodass ich außer pfeifen und brüllen nichts dagegen machen konnte. Ich achtete jedoch auf einen Mann auf der Sitzplatztribüne der aufstand, mit seinem Bierbecher ausholte, 20 Stufen nach unten rannte, sich auf die Mauer schwang und sein Ziel nur knapp verfehlte.  Wäre der Ordner nicht gewesen, dann wäre er wahrscheinlich auf den Platz gerannt und hätte dem Torschützen klar gemacht, wo er sich befindet. Weiter so!
So etwas gehört sich einfach nicht!
In diesem Spiel flog wieder ein Knallkörper aus unserem Block. Jedoch gab es diesmal etliche Leute, die ihren Unmut über diese Aktion zu hören gaben. Daumen hoch!
Wenn überhaupt dann lieber nach dem Spiel, denn dann gibt es keine Strafe für den Verein!
Also wieder zum Bahnhof gelatscht und zum Höhepunkt des Tages noch einmal den persönlichen Hass  an den fünf vorbeifahrenden, mit Bullenkarren begleiteten Bussen der Offenbacher Fans deutlich gemacht. Ein anderer würde uns vielleicht als schlechte Verlierer bezeichnen, doch ging es uns vorrangig um die Arroganz der Gegner und derer Fans anstatt ums Endergebnis.

Aber: Schnell wird die Niederlage wieder vergessen sein. Es werden die Zeiten kommen, in denen wir schwarz-gelben Fans wieder alle jubeln werden.
Wir sind der Verein!

Endlich, Endlich, es ist soweit

September 20, 2009 - 12:00 am No Comments

fbfNach vielen Forderungen und Demonstrationen, finanziellen Schwierigkeiten, Umzugsplänen in das Leipziger Zentralstadion, etlichen sportlichen Rückschlägen und zwei Jahren Bauzeit ist es soweit: Das neue Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion ist fertig:
32000 Fans strömten in die neue Schüssel, inklusive einer mit über 9000 Stehplätzen großen Nordkurve, dem geliebten K-Block.
Zu Beginn des Abends gab es einer Neu-Auflage das UEFA-Pokal-Spiels 1989 zwischen Dynamo Dresden und dem VfB Stuttgart (1:3). An Board waren so einige Oldi-Stars, unter anderem auch Stürmer-Idol Ulf Kirsten.
Um 19:30 kam es dann zum Hauptspiel zwischen der SG Dynamo Dresden und dem FC Schalke 04. Nach einer gigantischen Choreografie der Schwarz-Gelben Fans, die aus rund 10.000 goldenen und silbernen, A3-großen Folien bestand, jede Menge Bengalische Lichter und der Nationalhymne begann das Spiel. Wie zu erwarten lag Schalke nach 80 Minuten mit 2:0 vorn. Als es dann aber einen Elfmeter für Dynamo gab und dieser erfolgreich verwandelt wurde, gab es kein Halten mehr auf den Rängen. Das Stadion tobte. Während des ganzen Spiels wurden die Mannschaften schon fanatisch von den Zuschauern unterstützt, doch das toppte alles!
Das Spiel endete schließlich mit 1:2 für Schalke 04, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Musik von Roland Kaiser und Feuerwerk rundeten den wunderschönen Abend ab.
Auf das es auch sportlich in Dresden erfolgreich wird!

Je Menge toller Bilder gibt es zum Beispiel auf dieser Seite

Silvester im Hochsommer

August 26, 2009 - 12:01 am No Comments

fbf… so hätte es vielleicht ein Passant, der am letzten Samstag gegen 15:00 an der Dresdner Lennéstraße entlang lief, empfunden. Man hörte Geräusche, die genau wie China-Knaller klangen, nur sind wir hier in Sachsen nahe der tschechischen Grenze und da heißt so etwas „La Bomba“ und knallt ein bisschen mehr. Aus der großen Baustelle nebenan stieg Rauch auf, sodass man vielleicht vermuten konnte, dass bei schönem Wetter jemand nichts Besseres vorhatte, als Kriegsszenarien zu simulieren. Hatte man das Glück, sich zu diesem Zeitpunkt innerhalb der Baustelle zu aufzuhalten, so konnte man erkennen, was der wirkliche Grund für all diese Erscheinungen waren: Sachsenderby. Dynamo vs. Aue. Im lilafarbigen Block der Fans von Erzgebirge Aue wurden jede Menge Bengalische Lichter, Rauchbomben und alle möglichen Knallkörper gezündet. Zwischenzeitlich musste sogar die Stadion Security und die Polizei eingreifen um die Situation wieder zu beruhigen. Ansonsten blieb es bei gegenseitigen verbalen Attacken beider Fanlager. Sportlich ist zusagen, dass Dresden 3:0 verdient gewann, sehr zur Freude von 13.000 schwarz-gelben Stadiongängern. Die Stimmung war wie immer brachial, die Baustelle ist bald fertig und der neue Dynamo-Fanblock wird geöffnet, dann wird es nächstes Jahr beim nächsten Derby in Dresden vielleicht sogar doppelt so laut. Wer das ganze einmal objektiv und live erleben möchte, der sei beim nächsten Mal recht herzlich eingeladen.

Pass an den Fussballfan

August 22, 2009 - 12:01 am No Comments

Ich darf nun ein neues Mitglied von killergeneration.de vorstellen: Der Fussball Fan. Er wird euch über Geschehnisse des Fussballs im Bereich Dynamo Dresden informieren. Anbei sein erster Artikel zum spannenden Thema Polizeiwillkür.

fbf

Dynamo Dresden vs. Bayern München Amateure &

USK vs. Anhängerschaft Schwarz-Gelb

3. Bundesliga, 4. Spieltag, Dynamo Dresden gegen die Zweit-Vertretung des deutschen Rekordmeisters Bayern München. Sportlich gesehen mussten dringend 3 Punkte zur Elbflorenz zurück gebracht werden, denn die Ausbeute aus den letzten Spielen war eher mangelhaft statt meisterhaft und die Gemüter waren durch Pfiffe einiger Fans für die Mannschaft im letzten Spiel angeheizt wurden. Bei schönem Wetter fanden etwas mehr als 3000 Fans den Weg ins Stadion, darunter etwa die Hälfte aus Dresden, beachtlich, wenn man kaum vor Montag früh zu Hause sein würde. Am Ende war der Frust der Schwarz-Gelben Fans groß: 2 Tore für Dynamo wurden nicht gegeben und so stand es nach 90 Minuten lediglich 0:0. Doch erst nach Abpfiff kam die negative Krönung für alle Dynamofans; nach Verlassen des Stadions trafen diese auf Münchner Fans und grüngekleidete Uniformierte, das Unterstützungskommando (USK) Bayerns, mit Helm, Quarzhandschuhen und natürlich mit Pfefferspray und Knüppeln bewaffnet. Allein das brachte schon eine gewisse Provokation mit sich. Nach einigen Minuten des untätigen Wartens machte sich langsam Unmut breit. Plötzlich stürmte die USK aufgrund von zwei Dynamo-Fans, die das Warten satt hatten, endlich zu ihren Autos wollten und versuchten die Polizei-Kette zu durchbrechen,den Dynamo-Mob und verletzten dadurch sechs Personen durch Reizgas, unter anderem ein 9-jähriges Kind.
Süddeutsche Zeitung: „Wütende Fußballfans attackieren Polizei“
Das bayrische USK ist in letzter Zeit schon mehrmals negativ aufgefallen. 2006 kam es zu internen Misshandlungen der eigenen Kollegen, 2007 wurden beim Fußballspiel zwischen dem 1.FC Bayern München und dem Lokalrivalen TSV 1860 München ebenfalls mehrere Fans, darunter auch Frauen und Kinder, mit Schlagstöcken willkürlich verletzt.

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